„Wir stellen unsere Box mit Experten aus dem jeweiligen Land zusammen“

Einmal quer durch die Küchen der Welt – und das ganz bequem von zu Hause aus. Wer sich eine Weltprobierer-Box bestellt, bekommt die Zutaten für landestypische Gerichte per Post geschickt – zusammen mit allerlei Informationen zum jeweiligen Land und kulturellen Extras. Bettina Kieselbach, Philipp Hölzel und Frederik Rambow, lassen es sich gern vielseitig schmecken und möchten Mut machen, andere Länder kulinarisch zu entdecken.

Hallo Dresden: Was sagt das Kundenverzeichnis: Wer isst gern Weltprobierer-Gerichte: nur Dresden, das Umland oder auch der Rest der Welt?
Philipp Hölzel: Unser Kundenstamm ist über ganz Deutschland verteilt. Wir haben Kunden sowohl in Großstädten als auch auf dem Land. Die Weltprobierer-Box funktioniert wunderbar als Geschenk, weshalb sie auch von Männern und Frauen jeden Alters gerne verschenkt wird.

Hallo Dresden: Wie taktet Ihr die Gerichte ein: Richtet Ihr Euch nach saisonal verfügbaren Angeboten, macht Ihr „Themenwochen“, …?
Bettina Kieselbach: Der saisonale Faktor spielt bei uns eigentliche keine Rolle, da wir langhaltbare Produkte verschicken und keine frischen Sachen. Uns ist es eher wichtig, kulturelle Ereignisse der verschiedenen Länder hervorzuheben. Im Februar gab es passend zum Neujahrsfest in China eine China-Box mit Gerichten und Extras passend zum Fest. Unsere nächste Box wird Irland sein. Mit dieser Box wollen wir mit unseren Kunden den St. Patricks Day feiern. Das heißt, wir stellen unsere Boxen alle zwei Monate unter ein passendes Ländermotto.

 

Hallo Dresden: Stichpunkt Authentizität: Könnt Ihr tatsächlich „originale“ Produkte anbieten? Wenn ich mich in Dresden umschaue, kann ich asiatische Wok-Nudeln überall im Supermarkt kaufen, vielerorts auch russische Spezialitäten und Pizza gibt es ohnehin an jeder Ecke. Ob das alles „echt“ ist, kann ich als Laie nur schwerlich beurteilen. Wie kann ich mich darauf verlassen, dass Ihr zu Zutaten greift, die auch vor Ort üblich sind?
Bettina Kieselbach: Da haben wir wirklich immer mit einem Spagat zu kämpfen. Auf der einen Seite wollen unsere Kunden Produkte, welche nicht nur typisch sind, sondern auch direkt in dem Land hergestellt werden. Auf der anderen Seite freuen sich unsere Kunden aber auch, wenn Sie Produkte, welche Ihnen gut geschmeckt haben, nachkaufen können. Mit der Chinaware ist es bei den meisten Produkten relativ problemlos dies zu gewährleisten. Bei Brasilien oder Irland ist dies natürlich eher schwer.
Philipp Hölzel: Zudem sind wir auch keine reine Food-Box, also es geht nicht „nur“ um das Essen, wie bei Restaurants. Unser Konzept ist so ausgelegt, dass man mit unserer Box neue Kulturen von zu Hause aus entdecken kann. Es soll also so wirken, als wenn man in das jeweilige Land verreist ist und durch den Supermarkt spaziert. Um dies zu gewährleisten, stellen wir unsere Box mit Experten aus dem jeweiligen Land zusammen, da wir ja alle noch Studenten sind und mit Leuten aus der ganzen Welt zusammen studieren, klappt das eigentlich immer ganz gut!

Hallo Dresden: Gibt es ein „deutsches“ Probierpaket?
Bettina Kieselbach: Nein so etwas gibt es noch nicht, aber wir könnten uns vorstellen, mal im Oktober passend zum Tag der Deutschen Einheit eine Ost-West-Box zu verschicken. Ich komme von hier, also aus Radebeul, und ich liebe die Produkte von Nudossi und die Riesaer Nudeln – die würden für mich auf jeden Fall dazugehören!
Philipp Hölzel: …und auf jeden Fall Kartoffeln. Ich komme aus Brandenburg, genauer gesagt aus Cottbus. Dort ist die Küche eher bodenständig. Und bei uns gab‘s früher oft etwas mit Kartoffeln. Ich persönlich mag aus meiner Heimat auch sehr gerne Plinsen: Plinsen bestehen aus Ei, Milch und Mehl und sind eine Art Eierkuchen. Die kann man auch gut mit Himbeeren oder Apfelmus kombinieren – lecker!

Hallo Dresden: Wie erweitert Ihr Euren Wissensschatz rund ums globale Speisenangebot?
Philipp Hölzel: Zum einen sind wir schon immer gern auf Reisen gegangen und lernen dadurch verschiedene kulinarische Highlights kennen. Wer uns auf Instagramm folgt, weiß das – dort nehmen wir alle mit!
Bettina Kieselbach: Genau! Ich schaue mir außerdem gerne Food-Blogs an, auch internationale. Da bekommt man auch immer neue Anreize.

 

Hallo Dresden: Gibt es eine Region, die Ihr Euch kulinarisch noch nicht erschließen konntet – aber gern würdet –, weil Ihr noch Informationen oder Zutaten braucht?
Philipp Hölzel: Ich denke am schwersten ist es Informationen über Afrika zu bekommen, vor allem Süd- und Mittelafrika. Aber wir arbeiten da natürlich dran, da diese Region ist für uns sehr, sehr außergewöhnlich und deshalb interessant!

Hallo Dresden: Was sind Eure persönlichen kulinarischen Highlights: Fingerfood aus Kamerun oder Hausmannskost von Oma?
Bettina Kieselbach: Ich bin großer Sushi-Fan. Aber was ich immer noch am liebsten esse, und das auch täglich, sind Nudeln, also nicht sehr außergewöhnlich. Da hat sich seit meiner Kindheit nicht viel geändert. Aber immerhin experimentiere ich mit den Soßen.
Philipp Hölzel: Mir gefällt die asiatische Küche auch sehr. Eine unserer jüngsten Box hat ja China vorgestellt und da habe ich mit dem Reispapier aus unserer Box öfter Frühlingsrollen gemacht. Da waren 50 Blatt drin, es hat ganz schön lange gedauert, so viele Frühlingsrollen zu machen. (lacht)


 

Kontakt
Weltprobierer
Münchner Straße 37
01187 Dresden
Telefon: 0157 53227002
E-Mail: info@weltprobierer.de
www.weltprobierer.de

Fotos: (c) Weltprobierer

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