Tradition im Großmaschinenbau

Ein Unternehmen mit Historie – die Wurzeln von VEM Sachsenwerk reichen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. 1886 gründete Oskar Ludwig Kummer eine Fabrik für Elektromaschinen in Niedersedlitz und ließ dort elektrische Anlagen, wie Motoren für Straßenbahnen und Lokomotiven, herstellen. Damit legte er den Grundstein für den industriellen Elektromaschinenbau in Europa.

1903 ging aus Kummers Fabrik die „Sachsenwerk, Licht- und Kraft-AG“ hervor. Diese entwickelte 1925 Straßenbahnmotoren für den legendären „Großen Hecht“, der lange Zeit mit seiner typischen Form das Straßenbild von Dresden bestimmte. Außerdem entstand hier die erste Einheitsmotorenreihe der Welt sowie Wasserkraftgeneratoren für die ersten Pumpspeicherwerke.

Werksgelände 1900

Vis-à-Vis mit der Bahnanlage Niedersedlitz: Das Werksgelände um das Jahr 1900 war für den Bau großer Anlagen bestens gerüstet. Rund 50 Jahre später, am 17. Juni 1953, war es die Belegschaft des Sachsenwerk, die maßgeblichen Anteil am Dresdner Beitrag zum Volks- bzw. Arbeiteraufstand der DDR hatte. Damals hieß die Straße im Vordergrund noch Hennigsdorfer Straße; heute heißt sie Straße des 17. Juni. Einige der Gebäude stehen noch, werden jedoch nicht mehr von VEM genutzt, das sein Betriebgelände nun ein paar hundert Meter weiter Richtung Elbe hat, mit Zugang von der Pirnaer Landstraße aus.

„Heute gibt es in Deutschland neben Siemens keine Firma, die beim Bau von elektrischen Großmaschinen eine solche Tradition nachweisen kann“, meint Sabine Michel, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei VEM Sachsenwerk. Das Dresdner Unternehmen pflegt dieses Erbe, unter anderem mit einer Ausstellung, die den geschichtlichen Werdegang der Firma sowie historische Maschinen zeigt. Im Obergeschoss befindet sich außerdem eine Sammlung von Erzeugnissen, welche VEM als Konsumgüter einmal hergestellt hat, unter anderem den Multiboy. Interessierte können die Ausstellung seit Juli 2015 auf Voranmeldung im Haus der VEM besichtigen.

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VEM fertigt Groß- und Spezialmaschinen, Motoren sowie Generatoren – vom Niederspannungsbereich bis zu 13,8 kV mit einer Leistung bis zu 42 MW – für individuelle Anwendungsbereiche.

Heute gehört das Sachsenwerk zur VEM-Holding, einem weltweit agierenden Industrieunternehmen mit Fertigungsstätten in Berlin, Dresden, Zwickau und Wernigerode. Rund 2000 Mitarbeiter zählt VEM weltweit, etwas mehr als 600 sind am Dresdner Standort tätig. Die Gruppe produziert ein großes Spektrum an elektrischen Motoren und Generatoren für eine Vielzahl an Industriebranchen, unter anderem für die Zementindustrie, die Erneuerbaren Energien sowie für den Schiffsbau. Die AIDA-Flotte kreuzt mit VEM-Antrieben die Weltmeere. Außerdem bringen VEM-Motoren im Nahverkehr Stadtbahnen auf mehreren Erdteilen in Fahrt. Auch in Dresden: Die Straßenbahn sowie die CarGo-Tram, die Material in die Gläserne Manufaktur liefert, werden mit Sachsenwerkmotoren angetrieben.

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Moderne Fertigungsabläufe garantieren eine saubere und kontrollierte Arbeitsweise in den Werkshallen.


Kontakt:
VEM Sachsenwerk
Pirnaer Landstraße 176
01257 Dresden
http://www.vem-group.com/

Fotos: Archiv VEM Sachsenwerk

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