Drucken mit Leidenschaft, Stil und Expertise

Zu viel Sonne und Farbe vertragen sich schlecht. Bio-Farben spielen eine große Rolle und ohne Drucker funktioniert nichts. Was entsteht eigentlich in der Union Druckerei Dresden in der Hermann-Mende-Straße 7 nahe der Königsbrücker Straße? Als »Gesandte« von Hallo Dresden war ich live beim Andruck der hauseigenen Neustadt-Broschüre, dem »Update!«, dabei und habe mich genau umgeschaut.

In der Produktionsstätte angekommen, schweift mein erster Blick durch die lichtdurchflutete Halle. Es riecht nach frischer Farbe und noch unbedrucktem Papier. Der erste Eindruck: Es ist ziemlich laut und weniger groß als erwartet. Etwa zehn Mitarbeiter mache ich auf Anhieb aus. Sie fühlen sich von meinem Aufenthalt überhaupt nicht gestört und gehen weiter ihrem Arbeitsalltag nach. Ich bin praktisch unsichtbar. Von der Druckvorstufe (Datenbearbeitung, Layout und Gestaltung), dem Drucken selbst über den Zuschnitt, das Buchbinden bis hin zum Verpacken und Ausliefern – ohne Teamwork funktioniert hier nichts. Bis zum fertigen Produkt gibt es eine ganze Reihe an Stationen, die durchlaufen werden müssen.

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Die erste Anlaufstelle des Tages ist für mich die Druckmaschine. Dort werde ich vom Produktionsleiter und der Kundenberaterin Frau Berger offiziell per Handschlag begrüßt. Ein etwa vier Meter langes Ungetüm ist im hinteren Teil der Halle positioniert und fällt mir sofort ins Auge. Das ist dann wohl die Druckmaschine, denke ich mir. Vor ihr steht ein großer Tisch mit vielen Knöpfen; meinen Spieltrieb kann ich gerade noch in Zaum halten.

Folgende Frage drängt sich aber instinktiv auf: Wozu braucht man im Zeitalter des technischen Fortschritts und der Smartphones denn überhaupt noch Menschen an der Druckmaschine? Die Antwort liefert uns der Produktionsleiter der Druckerei: »Drucker überwachen den Produktionslauf, richten die elektronisch gesteuerten Anlagen ein und kümmern sich vor allem darum, dass die Farbzusammensetzung genau so ist, wie es der Kunde wünscht. Kleine Änderungen wie Helligkeit, Kontrast oder gar das Entfernen kompletter Farbanteile können meine Kollegen gezielt über die verschiedenen Farbzonen des Druckbogenbereichs vornehmen.«

»Ja, das leuchtet ein«, murmele ich in meinen nicht vorhandenen Bart. Daraufhin nickt er eindringlich und zeigt mir auf die Schnelle die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Farbzonen. Für ihn gehören solche Sachen zum Alltag – für mich hingegen ist das alles Neuland. Die Zufriedenheit des Kunden steht für das gesamte Druckerei-Team im Vordergrund und diese Grundeinstellung spürt man. Gefällt dem Kunden der untere Rand seines Produktes nicht, weil es zu dunkel oder pixelig ist, dann müsse der Drucker da was machen können, erklärt der Produktionsleiter.

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Nach unterschiedlichen Schwierigkeiten am bisherigen Standort in der Prießnitzstraße war ein Ortswechsel nötig. Erst Anfang dieses Jahres zog es die Mannschaft um Geschäftsführer Daniel Trotzke vom Herzen der Neustadt »raus« in das Industriegebiet im Norden Dresdens. Bisher einziges Manko am neuen Standort: die Sonneneinstrahlungen durch die Oberlichter an heißen Sommertagen, wie wir sie gerade erleben. »Durch die permanente Wärme- und Lichteinstrahlung wird die Farbe immer dünner und das Druckergebnis kann verfälscht werden«, bringt es der Produktionsleiter auf den Punkt.

Aber auch für das »Sonnenproblem« gab es eine simple Lösung. Die Decken wurden kurzerhand einfach abgehangen und schon konnte der Druckprozess ohne Probleme fortgesetzt werden. Von dem Ergebnis konnte ich mich gleich vor Ort überzeugen. Die Umschlagsseiten des »Update!«, der aktuellen Neustadt-Broschüre aus dem Hallo Dresden Haus, sehen jedenfalls super aus. Dank der frischen Farbe hat es einen ganz speziellen Geruch.

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Der nächste Weg führt mich zur Bogenbelichtungsmaschine. Hier werden die Druckbögen vorbereitet, sodass im späteren Verlauf auch wirklich etwas auf dem Papier zu sehen ist. Von diesem Gerät, das etwa so aussieht wie ein Mix aus Scanner und Foto-Sofort-Drucker, geht es weiter zur Schneide- und Bindemaschine. In diesem Teil der Halle ist die Frauenquote eindeutig höher als in den bisher Begutachteten. Diese Station ist dann erst mal die letzte, bevor das Produkt nach etwa 48 Stunden Trocknen verpackt werden kann. Rund 8500 Bögen können hier in etwa einer Stunde an den Druckmaschinen produziert werden. Klingt für den Laien, mich eingeschlossen, erst einmal viel. Fragt man die Experten, so sind sie sich einig: Es ist ein eher geringer Umfang. »Da geht noch was« würde man heute wohl umgangssprachlich sagen.

Unter dem Motto »Pure Freude an Drucksachen« wird seit fast 70 Jahren in der Union Druckerei Dresden fleißig gearbeitet. Über diesen Zeitraum hinweg konnte sie sich als eines der erfahrensten Unternehmen in Dresden und Umgebung etablieren. Die Produktpalette ist umfangreich: von großen bis kleinen Broschüren, Flyern, Visitenkarten und Terminkärtchen ist für jeden das Passende dabei. Für mich war es heute das »Update!« für die Hosentasche, von dem ich gleich ein Probeexemplar mit nach Hause genommen habe.

Kontakt:
Union Druckerei Dresden GmbH
Hermann-Mende-Straße 7
01099 Dresden
Tel.: 0351 800 020
Fax: 0351 800 0228
info@union-druck.de

http://www.union-druck.de/

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