„Wer den Job machen will, muss physisch fit sein“

Wer sie sieht, sieht sie meist nur für einen kurzen Augenblick: Fahrradkuriere. Sie sind wendig und flott in Dresden unterwegs. Für einen kurzen Plausch sind sie immer zu haben – aber nur bis das Handy klingelt und es losgeht zum nächsten Kunden. Jens Georgi ist Inhaber von „ImNu – Dresdner Fahrradkurier“ und hält das Team zusammen.

Hallo Dresden: Jeden Tag auf dem Fahrrad – da kommen doch bestimmt etliche Kilometer in der Woche zusammen?
Jens Georgi: Allerdings! Unsere Kuriere haben abends immer so zwischen 70 und 100 Kilometern in den Beinen – jeder versteht sich…

Hallo Dresden: Warum Fahrradkurier und nicht Postbote, die fahren doch auch mit dem Rad?
Jens Georgi: Das stimmt und ich habe da auch den größten Respekt. Was uns unterscheidet ist, dass unsere Sendungen noch am gleichen Tag und in der Regel sogar sofort zugestellt werden. Deshalb kostet es aber auch etwas mehr.

Hallo Dresden: Gibt es den »typischen« Fahrradkurier?
Jens Georgi: Die meisten sind junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren, es gibt aber auch ein paar alte Hasen. Wer den Job machen will, muss physisch fit sein. Ob Mann oder Frau, das spielt für uns bei der Bewerbung eigentlich keine Rolle.

Hallo Dresden: Wie wird man Fahrradkurier, gibt es dafür eine spezielle Ausbildung?
Jens Georgi: Nein, aber man sollte das Radfahren lieben, sich einigermaßen in Dresden auskennen und nicht gerade ein Kommunikationskrüppel sein. Freundlichkeit im Umgang mit anderen wird von uns natürlich auch erwartet.

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Hallo Dresden: Ein Beispiel: Ich sitze in Kleinzschachwitz und will eine Lieferung nach Langebrück gebracht haben. Und zwar jetzt und sofort. Das mache ich am Telefon klar. Wie geht’s dann weiter – und wann kommt meine Lieferung an?
Jens Georgi: Da muss ich jetzt ein bisschen lachen, denn ich würde Ihnen für diese Entfernung sehr wahrscheinlich ein Auto schicken! Erledigt wird der Auftrag je nach Verfügbarkeit der Fahrer und nach Ihren Wünschen. Eine Abholung in Kleinzschachwitz kann allerdings schon mal etwas dauern.

Hallo Dresden: Gibt es eine »Lieblingslieferstrecke« in Dresden?
Jens Georgi: Nicht wirklich, aber die innerstädtischen Touren sind sicherlich die beliebtesten.

Hallo Dresden: Und wo fährt keiner der Kuriere gerne lang?
Jens Georgi: Die Königsbrücker Straße ist so ein Beispiel, da wählt man lieber mal einen Umweg.

Hallo Dresden: Tragen die Kuriere untereinander auch Wettkämpfe aus? Zum Beispiel, wer die meisten Transporte am Tag schafft? Oder zählen sie am Ende des Tages alle ihre Kilometer zusammen?
Jens Georgi: Naja, es gibt natürlich schon so etwas wie »Wer hat die meisten Touren«, aber das ist eher witzig gemeint, denn schließlich bestimmt ja der Disponent, wohin die Reise für die Fahrer geht. Manchmal gibt’s aber auch kleine interne Rennen, zum Beispiel wenn zwei Fahrer in die gleiche Richtung unterwegs sind.

Hallo Dresden: Dankeschön  – und weiterhin gute Fahrt.
Jens Georgi: Vielen Dank!

Kontakt
ImNu – Dresdner Fahrradkurier
Inhaber: Jens Georgi
Schützengasse 26
01067 Dresden

Öffnungszeiten / Auftragsannahme:
Montag – Freitag 08:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung
Tel.: 0351 8011193
Fax: 0351 8011195
E-Mail: info@fahrradkurier-dresden.de
http://www.fahrradkurier-dresden.de

© Alle Fotos: ImNu – Dresdner Fahrradkurier

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