Wenn die Zensuren im Keller sind

Das Team der Alpha-Lernhilfe kümmert sich um all jene, die Unterstützung wollen – oder brauchen. Für die Lerntherapeutin Inge Hertel ist wichtig, dass die Kinder gern in die Lernhilfe kommen.

Hallo Dresden: Seit 2005 bietet Alpha-Lernhilfe Nachhilfe an. Wodurch zeichnet sich – aus Erfahrung gesprochen – gute Nachhilfe aus?
Inge Hertel: Nachhilfe ist dann gut, wenn sich die Zensuren der Schüler zunächst stabilisieren und allmählich verbessern. Das verleiht den Kindern ein höheres Selbstwertgefühl, sie kommen gerne und gut motiviert zum Nachhilfeunterricht und nicht nur, weil die Eltern es so wollen.
Eine wirklich gute Nachhilfe zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Zunächst testet der Nachhilfelehrer, dem Alter und der Klasse entsprechend, das bereits vorhandene Wissen um die Lücken bei der Bewältigung des Schulstoffes zu erkennen. Um diese schnellst möglich zu schließen, ist zweitens eine Mitwirkung des Lehrers der öffentlichen Schule unerlässlich, da er den Schüler und seine Schwächen kennt. Und drittens: Der Nachhilfelehrer motiviert vor allen Dingen, gibt gute Tipps zur Anwendung spezieller Lerntechniken, damit der Schüler in der Schule seine Leistungen verbessern kann.

Hallo Dresden: Was ist das Besondere am Konzept der Alpha-Lernhilfe?
Inge Hertel: Wir sind kein Franchiseunternehmen, sondern ein Dresdener Familienunternehmen und agieren damit unabhängig. Wir können auf die Mithilfe von ca. 25 Lehrkräften vertrauen, die wir für unsere Schüler sorgfältig auswählen. Unsere Gruppenstärke bewegt sich zwischen zwei und maximal vier Schülern, alle in fachhomogenen Gruppen mit vergleichbaren Lernvoraussetzungen und aus gleichen Klassenstufen. Wenn die Eltern es wünschen, wird mit einem Eingangstest ein Stärke-Schwächen-Profil des Schülers erstellt, das wir gemeinsam mit den Eltern auswerten. Hier besprechen wir den Lerntyp des Schülers sowie seine bereits angewendeten Lerntechniken und machen dies zum Ausgangspunkt der Lernhilfe.

Hallo Dresden: Das Angebot umfasst Nachhilfe sowohl für Grundschüler als auch für Abiturienten. Unterscheiden sich die Probleme bei jüngeren und älteren Schülern?
Inge Hertel: Zunächst muss man feststellen, dass jüngere Schüler auf Veranlassung durch die Eltern und ältere Schüler auf eigenen Wunsch kommen. In den Grundschulklassen stehen die Kulturtechniken wie richtiges Lesen, Schreiben und Rechnen im Mittelpunkt, bei älteren Schülern naturwissenschaftliche oder sprachliche Schwerpunktfächer sowie Prüfungsvorbereitungen für die 10. Klasse, die Besondere Leistungsfeststellung (BLF) oder das Abitur. Viele Schüler nehmen oft auch über einen längeren Zeitraum schulbegleitende Nachhilfe in Anspruch, damit der Stoff vertieft und richtig verstanden werden kann. Bei uns lernen viele Schüler, die bereits im Grundschulalter zu uns kamen und sich jetzt mit Hilfe unserer Lehrer auf das Abitur vorbereiten. Einige kommen sogar als Studenten wieder, wenn beispielsweise Physik oder Elektrotechnik zu schwer fällt.

Nachhilfe1
© Alpha-Lernhilfe

Hallo Dresden: In welchen Fächern brauchen Schüler besonders häufig Unterstützung?
Inge Hertel: In der Grundschule geht es meist um Mathematik oder Deutsch. Ab Mitte der 3. Klasse steht die Bildungsempfehlung für das Gymnasium im Vordergrund. Ab Klasse 5 sind es die Fächer Mathematik, Physik und Englisch. Aber auch Chemie, Französisch, Russisch und Deutsch werden häufig nachgefragt.

Hallo Dresden: Hat sich das Nachhilfewesen im Laufe der Jahre verändert?
Inge Hertel: Das kann man sagen. Das Angebot der Schulen zum Ganztagesunterricht (GTA) ist für uns spürbar. Viele Kinder möchten gern in die Nachhilfe kommen, finden aber sehr schwer noch einen Termin zwischen GTA oder privaten Aktivitäten am Nachmittag, wie zum Beispiel Sport oder Musikunterricht. So ist es unerlässlich, Prioritäten zu setzen, damit die Kinder nicht überfordert werden. Wir können mit den meisten Gruppen erst ab 15 Uhr beginnen, damit verschiebt sich der Unterricht, insbesondere für größere Schüler, bis 20 Uhr.

Hallo Dresden: Alpha-Lernhilfe hat sich auf lerntherapeutischen Förderunterricht für Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Rechenschwäche spezialisiert. Wie erkennen Eltern, ob ihre Kinder betroffen sind?
Inge Hertel: Eltern können nicht erkennen, ob ihre Kinder betroffen sind. LRS oder Dyskalkulie sind oft angeboren, werden aber auch durch verschiedene Umweltfaktoren befördert oder erworben. Viele Eltern sind verunsichert, da sie die Fehler ihrer Kinder oftmals nicht korrigieren dürfen. Sie vergleichen dann die Schreibleistung ihrer Kinder mit der von anderen Kindern und stellen oft große Lücken fest. Erkennen kann man die Teilleistungsstörung LRS oder Dyskalkulie nur mit entsprechenden normierten Tests, die auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet wurden. Dabei ist davon auszugehen, dass die getesteten Kinder über eine durchschnittliche Intelligenz verfügen. Wichtig ist, dass man nicht zu lange warten sollte, um einen Beratungstermin bei uns zu vereinbaren. Hier können wir nach eingehender Diagnostik einen Förderplan entwickeln. Noch ein Wort zur Dyskalkulie: In den letzten fünf Jahren konnte bei ca. 130 vorgestellten und geförderten Kindern das erfreuliche Fazit gezogen werden, dass in über 90 Prozent der Fälle nach gezielter kontinuierlicher Förderung durchschnittliche Leistungen im Fach Mathematik erreicht und gehalten werden konnten.

DYskalkuliematerial
© Alpha-Lernhilfe

Hallo Dresden: Wie sieht die Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche konkret aus?
Inge Hertel: Falls die Kinder nicht mit einer entsprechenden Testauswertung des Diagnoseteams zu uns kommen, führen wir selbst einen normierten Rechtschreibtest durch. Die quantitative Auswertung (Prozentrang – Wo steht das Kind im Vergleich mit anderen Schülern der gleichen Altersgruppe?) und die qualitative Bestimmung der einzelnen Fehlertypen sind die Grundlage für das einzusetzende Programm. Im Verlauf der Förderung fügen wir Zwischentests ein und schauen am Ende der Förderung, wie sehr sich das Kind verbessert hat. Die Förderung erstreckt sich mindestens über ein Jahr schulbegleitend, das heißt: Einmal pro Woche kommt das Kind am Nachmittag zu uns und trainiert gemeinsam mit speziell ausgebildeten Lerntherapeuten. Für jeden Tag der Folgewoche gibt es Hausaufgaben, die nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, aber das neu Gelernte verinnerlichen. Dabei gehen wir stets von der Null-Fehler-Grenze aus. Da jedes Kind unterschiedlich lernt, haben wir viele Kinder im Einzelunterricht. Sind zwei oder gar drei Schüler in Auffassungsgabe und Fehlerstand vergleichbar, bilden wir Minigruppen, weil das Lernen in der Gruppe mehr motiviert und den Kindern mehr Spaß macht. Wir arbeiten nur nach Programmen, die der Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie empfiehlt.

Hallo Dresden: Wie können die Eltern ihre Kinder bei LRS zusätzlich unterstützen?
Inge Hertel: Wir raten von blindem Aktionismus ab. Keine Abschreibübungen, keine Diktate von Eltern. Eltern sollen ihrem Kind mit Lob und Motivation beistehen. Dabei sind Rituale, sinnvolle Regeln und eine klare Tagesstruktur sehr hilfreich. Es ist besonders für LRS-Kinder schwer, an die Rechtschreib- und Leseleistungen der Altersgenossen anzuknüpfen. Wenn die Kinder mit richtigen Methoden gefördert und an ihrer Leistungsgrenze „abgeholt“ werden, fassen sie wieder Mut und Selbstvertrauen. Deshalb sollen sich die Eltern auch nicht scheuen, den durch das Kultusministerium verfügten »Nachteilsausgleich« für LRS- und Rechenschwäche einzufordern und darüber mit den Lehrern zu sprechen.

Kontakt
ALPHA-LERNHILFE
Inge Hertel & Bettina Rüdinger GbR
Nachhilfe von der Grundschule bis zum Abitur
Förderung bei LRS und Dyskalkulie
http://www.alpha-lernhilfe.de
facebook/alphalernhilfe
E-Mail: info@alpha-lernhilfe.de
Tel: 0351 8627402
Handy: 0151 53714785

© Vorschaubild: istockphoto.com/andrewjohnson

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