„Seepferdchen muss es schon sein“

Runden drehen auf der Kiesgrube – in der Wasserski- und Wakeboard-Anlage in Leuben ist das Alltag. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h sausen die Sportler über das Wasser, vollführen eindrucksvolle Drehungen in der Luft. Ein Interview mit Betreiber Martin Riedel rund um diese athletische Art der Freizeitgestaltung. 

Hallo Dresden: Wakeboard oder Wasserskier – was ist beliebter?
Martin Riedel: Zu 95% sind es Wakeboards, der Rest sind andere wie Ski, Kneeboard, Teller, Trickski und Monoski.

Hallo Dresden: Woran liegt das?
Martin Riedel: Die Vielseitigkeit des Wakeboardens ist quasi unbegrenzt. Es gibt für jede Könnensstufe leichte bis extrem schwierige Tricks, die man erlernen kann. Die Nutzung der Obstacle, also der Hindernisse, ist auch nur mit dem Wakeboard möglich. Und die Verletzungsgefahr tendiert gegen Null, da die Bretter relativ kurz sind und die Anzahl mit nur einem Brett nicht zu unterbieten ist. Beim Skifahren erschöpft sich der Anspruch beim Slalomfahren. Auch die Attraktivität für die Zuschauer ist eher begrenzt. Die Gefahr, sich mit einen der beiden langen Ski bei einem Sturz zu verletzen, ist verständlicher Weise ungleich höher.

Hallo Dresden: Es sind mehrheitlich Männer, die auf der Anlage ihre Runden drehen. Oder täuscht der Eindruck?
Martin Riedel: Eine marketingrelevante Raffinesse in der Preisgestaltung führt bei uns zu einem verhältnismäßig hohen Anteil an weiblichen Fahrern – im Vergleich zu anderen Anlagen. Sicher überwiegt das starke Geschlecht. Das ist aber ganz normal im Bereich der etwas athletischeren Freizeitgestaltung. Das ist nun mal nicht joggen oder Inlineskaten.

Hallo Dresden: Ist Wakeboarding etwas für jede Altersgruppe? Oder was sind die Beschränkungen?
Martin Riedel: In unseren Ferienkursen haben wir Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die gerade acht Jahre alt geworden sind. Voraussetzung sind klar die körperliche Fitness und die Befähigung irgendwie wieder aus dem Wasser kommen zu können. Seepferdchen muss es schon sein. Nach oben gibt es keine Grenzen, außer der Grenzen, die man sich selber setzt.

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Hallo Dresden: Fahren die Sportler eigentlich bei jeder Witterung?
Martin Riedel: Eis ist Mist, ansonsten klar – bei jedem Wetter. Mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass auch bei etwas schlechterem Wetter ein Besuch der Wasserskianlage sinnvoll ist: Denn die konsequenten Schönwetterfahrer sind nicht da und Anfänger oder Leute, die das zum ersten Mal probieren wollen, verbinden mit dem Sport eher eine andere Art des Badengehens. Da an nicht so sonnigen Tagen der Andrang geringer ist, ist die Anstehzeit kürzer und das investierte Zeitticket effizienter zu nutzen.

Hallo Dresden: Aber kalt ist es im Wasser schon, oder? Braucht man eine Schutzausrüstung gegen kaltes Wasser oder falls man vom Brett fällt?
Martin Riedel: Jeder handhabt das nach seinem Kälteempfinden. Wir haben Neoprenanzüge, kurz und lang, im Verleih.

Hallo Dresden: Was macht den Reiz am »Wellenreiten« aus?
Martin Riedel: Das ist individuell sicher unterschiedlich. Der eine genießt es, entspannt alleine seine Runden auf dem Wasser zu drehen und den Alltag mal zu vergessen. Der andere sucht jeden Tag die neue Herausforderung in sportlicher Hinsicht und die Befriedigung durch den sich schnell einstellenden Erfolg. Wieder andere sehen darin den schönsten Fitness-Parcours.

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Hallo Dresden: Wenn ich mich das erste Mal an das Seil hängen möchte: Wie sollte ich anfangen?
Martin Riedel: Auf jeden Fall sollte man sich zu einem unserer Anfängerkurse anmelden. Durch die begrenzte Zahl von Teilnehmern und die exklusive Nutzung der Anlage ist der Lernerfolg so gut wie garantiert. Unsere Trainer analysieren jeden Einzelnen und geben individuelle Hilfestellung und Tipps.

Hallo Dresden: Und wie geht es dann weiter? Sollte ich mich dann gleich mit Ausrüstung eindecken?
Martin Riedel: Bei manchen macht es »klick« und die sind dann jeden Tag da. Auch gleich mit eigenem Material. Im Normalfall nutzt man aber erst einmal unser Verleihmaterial: Da kann man sich vom Anfängerwakeboard bis hin zum professionellen Obstacle-Board alles ausleihen.

Hallo Dresden: Ich nehme an, die komplette Ausrüstung kostet auch Einiges. Können Sie ein paar Hausnummern zur Orientierung geben?
Martin Riedel: Das Internet und die Shops in Dresden bieten zum Teil sehr günstige Ausrüstung an. Sinnvoll ist immer, vorher mit uns zu sprechen, dann kann man gemeinsam herausfinden, wo die Reise hingehen soll. Danach orientiert sich auch der Preis und der Sinn der Anschaffung. Los geht’s schon mal unter 200 Euro, nach oben ist wie immer alles offen.

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Hallo Dresden: Ist es für Gelegenheitsfahrer sinnvoll, sich das Equipment bei der Wasserski-Anlage zu leihen?
Martin Riedel: Das ist immer schwer zu beantworten, auch Gelegenheitsfahrer können Wert auf Style und Qualität legen. Das ist wie beim Ski- und Snowboardfahren. Obwohl 90 Prozent der Snowboardbesitzer weniger als eine Woche in den Bergen verbringen, investieren sie in eigenes Material. Bei uns kann man so gut wie täglich, von April bis Oktober, fahren. Und das direkt vor der Haustür.

Hallo Dresden: Wann ist die beste Zeit, um nicht allzu lange anstehen zu müssen?
Martin Riedel: Bei Regen. Manchmal auch einfach der erste sonnenlose Tag unter 30° Grad, nach einer Schönwetterphase.

Hallo Dresden: Vielen Dank!
Martin Riedel: Sehr gerne und bis bald am See!

Wasserski- & Wakeboardzentrum Dresden
Ecke Pirnaer Landstraße 107 / Leubener Straße
Telefon: 0176/75489424 (Martin Riedel)
E-Mail: info@wasserski-dresden.de
http://www.wasserski-dresden.de

© Alle Fotos: Wasserski- & Wakeboardzentrum Dresden

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